Der Wecker klingelt, es ist 4:00 Uhr, ich stehe auf, gehe unter die eiskalte Dusche. Ein paar Rückenübungen, 40 Liegestützen, dann einen grünen Tee aus Japan (Tembu Fuka), zwei Scheiben Knäckebrot. Mit meinem alten Opel Corsa eine einsame Fahrt von Puerto del Rosario nach Jandía.
Vor dem Hotel Iberostar Palace warte ich auf den Exkursionbus. Kurz vor 6:00 Uhr kommt er dann. Toll mein Lieblingschoffeur Marco fährt heute. Wir fangen an nach meiner Liste die Gäste von den Hotels, zuerst in Jandía, dann in der Costa Calma abzuholen. Auch in Caleta de Fuste haben wir Gäste und dann noch in Corralejo. Wir haben es eilig, denn um 9:00 Uhr geht die Fred Olsen Fähre nach Lanzarote. Ein High Tech Katamaran, der mit 56 km/h die Meeresenge Bocaina überquert und dabei nur 18 Minuten braucht bis nach Playa Blanca.

Jameos del Agua
9:45 Uhr Alle sind wieder im Bus, unsere Exkursion geht los. Jetzt haben wir 8 Stunden, um Lanzarote kennen zu lernen.
Über Yaiza geht es auf der Hauptstrasse vorbei an Arrecife, bis zur ersten großen Attraktion, die Jameos del Agua, einer von berühmten Künstler César Manrique verschönerten Einsturzstelle, der längsten Lavaröhre der Erde. Dann vorbei am Schöpfer dieses Naturspektakels, dem allmächtigen Volcan de la Corona zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte, der Kanarischen Inseln. Die Gäste sind begeistert. Doch das ist erst der Anfang: Ein Landschaftliches Highlight jagt das andere, denn Lanzarote ist eine unglaublich abwechslungreiche Insel.
Durch Haría, der grünen Oase im Tal der tausend Palmen (Phoenix Canariensis), fahren wir auf der aufwändig gebauten Straße bis hoch auf den höchten Berg der Insel, dem Peñas del Chache, im Famara Gebirge und machen halt am höchtgelegenen Restaurant, wo ich sogleich den Eigentümmer Juan und alle Angestellten begrüße, denn wir sind alle befreundet. Von hier oben aus hat man den Blick Richtung Osten in gleich zwei U-Täler hinein und geniessen eine, speziell jetzt im Winter, unglaubliche Vegetation, die wir niemals auf Lanzarote erwartet hätten. Das Grün verzaubert uns in Kombination vom tiefblauen Himmel, die sauberste Luft atmend, die es auf unserem Planeten gibt und im Hintergrund der Atlatische Ozean. Für die durstigen gibts eine lokale Spezialität mit kompliziertem Namen: GUARAPO was das ist wird hier nicht verraten!

Künstliche Geisiere
Aber nach dem Essen erwartet uns dann das was für jeden Spanier einmal im Leben ein Muß ist:
Im TIMANFAYA NATIONALPARK die Montañas del Fuego
Bei den längsten Vulkanausbrüchen seit Menschen Gedenken auf den Kanarischen Inseln, ist fast ein Viertel von Lanzarote mit Lava und Vulkanen bedeckt worden. Im spektakulärsten Teil, den Feuerbergen, besuchen wir geotermische Experimente und danach fahren wir in unserem Bus durch die Vulkane. Wir lernen eine Landschaft kennen, die uns völlig fremd ist und uns doch verzaubert.

Los Hervideros
So nach diesem Erlebnis erst mal 15 Minuten chillen, in sich kehren das Gesehene verarbeiten.
Doch dann gets schon weiter, zu einem Tuffvukan mir güner Lagune. Und dann zu den Wasserkochern, wo die junge Lava vor 290 Jahen ins Meer geflossen ist. Verschwendung der Natur, ein 5 Millionen Jahre alter Vulkan steht mitten drin und macht unser Postkartenfoto perfekt: Tükieses Meer, schwarzer Vulkanfels und roter Inselvulkan im Hintergrund. Natürlich der Reiseleiter muss auch mit aufs Foto.
Aber jetzt schnell zur Fähre, vorbei an den größten Salinen der Kanarischen Inseln. Auf der Überfahrt geniessen wir den Sonnenuntergang.
Auf Fuerteventura angekommen wieder in den Bus und die Gäste wieder in ihren Hotels abliefern. Bei der Verabschiedung mit Handschlag höre ich tolle Komplimente. Die erfüllen mich mit Glück!
Nach der Verabschiedung von meinem Freund dem Busfahrer Marco, setze ich mich wieder in meinen Opel und fahre die 100 km zurück nach Puerto del Rosario. Ein toller aber anstrengender Arbeitstag findet um 22:30 sein Ende. ☆
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